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Dritter Rundbrief

Autor: AnnikaW | Datum: 10 Juli 2018, 07:39 | 0 Kommentare

Malang, 23.06.2018

 

Schalom! Salam Aleikum! Mo Phat und Namasté!¹

Liebe Leser und Leserinnen

ich freue mich gerade tierisch nun meinen dritten Rundbrief an Euch zu schreiben, denn auch wenn es bedeute, dass mir nur noch 77 Tage verbleiben bis ich Anfang September ins Flugzeug steige, habe ich in den letzte Monaten und Wochen so viele Erfahrungen gesammelt, dass ich darauf brenne diese mit euch zu teilen! 

Nachdem ich in meinem letzten Rundbrief Euch schon meine Einsatzstelle vorgestellt habe, möchte ich diesen Brief in erster Linie dem religiösen Zusammenleben, mit Fokus auf den Islam und das Christentum, widmen. Da das Thema „Religion“ durchaus ein empfindliches Thema sein kann, möchte ich Euch vorab nochmal darauf hinweisen, dass alles was ich schreibe (egal ob im Blog oder Rundbrief) immer auf meinen persönlichen, subjektiven Erfahrungen beruht und nicht verallgemeinert werden darf! 

So, damit Ihr mir auch folgen könnt starte ich jetzt erst einmal mit ein paar Fakten:

(Ich habe zwar vorab gründlich recherchiert, aber ich übernehme trotzdem keine Garantie fürRichtigkeit)

Fakt 1: In Indonesien sind folgende fünf Weltreligionen anerkannt: Islam, Christentum,Hinduismus, Buddhismus und Konfuzianismus.

Fakt 2: Jeder Einwohner / Jede Einwohnerin muss einer dieser fünf Religion angehören bzw. eine dieser Religionen in seinen / ihren Pass eintragen lassen, das ist staatlich vorgeschrieben.

Fakt 3: Der Mehrheit der indonesischen Bevölkerung gehört dem Islam an. In Zahlen: ca 88% der Bevölkerung sind Muslime, das entspricht ca. 200 Millionen Indonesiern und damit ist Indonesien das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung der Welt. Ca. 9%gehören dem Christentum an.

Fakt 4: Die Stadt Malang, in der ich lebe, gehört einem muslimisch geprägten Teil Indonesiens an. Während zum Beispiel Toraja (Sulawesi, dort war im Januar unser Zwischenseminar, siehe erster Rundbrief) eher christlich und die Insel Bali eher hinduistisch geprägt ist.

¹Fakt 5: Begrüßungen der Religionen

• Islam: „Salam Aleikum“ → Arabisch, „Der Friede sei mit Euch“

• Buddhismus: „Mo Phat“ → Vietnamesisch, „Ich verehre den Buddha, den Erleuchteten“

• Hinduismus: „Namaste“ → Sanskrit, „Verehrung dir“

• Christentum: Christen begrüßen sich oft in den jeweils landestypischen Begrüßungen, jedoch wird sich in meinem christlichen Umfeld hier meistens mit „Schalom“ begrüßt. Diese Begrüßung hat ihren eigentlichen Ursprung im Judentum. „Schalom“ → hebräisch, „Ich hoffe es geht dir gut und du lebst im Frieden mit dir und mit anderen“ oder auch wörtlich „Vervollständigung“, im dt. häufig mit „Frieden“ übersetzt. * Schalom und Salam sind eng verwandte Wörter *

Und was hat das nun alles mit mir und meinem Leben als Freiwillige zu tun? 

In den letzten Wochen hat vor allem die Zeit des Ramadans (muslimischer Fastenmonat) und des anschließenden Festes des Fastenbrechens das öffentliche Leben geprägt und ich fand es sehr spannend diese Zeit in einem größtenteils muslimisch geprägten Land mit zu erleben, denn wenn ich ehrlich bin, habe ich davon in Deutschland nie viel mitbekommen. Angefangen hat der Ramadan am Abend des 16.5.. Von da an haben viele Geschäfte (wie Bäckereien; Imbisse, ect.) und natürlich vor allem Restaurants und Cafés erst zum Nachmittag aufgemacht, denn die Muslime fasten von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Dunkel wird es hier immer zwischen 17 Uhr und 18 Uhr. Restaurants und Cafés, die tagsüber auf hatten, mussten einen Sichtschutz anbringen, sodass man nicht hinein schauen konnte und Leute, die nicht gefastet haben, waren dazu angehalten nicht in der Öffentlichkeit zu essen oder zu trinken. Das ist so eine ungeschriebene, gesellschaftliche Regel, aber alleine schon aus Höflichkeit und Respekt würde ich persönlich nicht jemandem, der fastet etwas voressen. Meine Freunde erzählten mir, dass das mit dem Essen und Trinken in der Öffentlichkeit aber längst nicht mehr so streng gesehen wird wie noch vor ein paar Jahren. 

Abends wurde es dann auf den Straßen immer sehr voll und es gab unzählige Streetfood-Ständeentlang der Straßen. Super fand ich persönlich auch, dass es den ganzen Ramadan über in fast allen Geschäften Sale gab. Ein Freundin erklärte mir beim Shoppen, dass Muslime für das Fest am Ende des Fastens groß shoppen gehen, neue Kleidung und Geschenke kaufen. Am Straßenrand gab es auch viele Stände die frisch gedrucktes Geld zum Tausch (natürlich gegen Aufpreis) angeboten haben, denn selbst wenn man Geld verschenkt, sollte dieses neu sein. Außerdem wurde mir erklärt, dass Muslime während des Fastenmonats das doppelte Monatsgehalt bekommen. Wie auch zu Weihnachten hingen über all in der Stadt riesige Plakate mit Glückwünschen zum Fest. Und ebenfalls wie an Weihnachten (siehe erster Rundbrief) ist man ab dem 14.6. (Beginn Eid al-Fitr/ Indonesisch: Idul Firti oder Lebaran) zu seinen muslimischen Freunden und Bekannten nach Hause gefahren, hat ein schönes Fest gewünscht und in jedem Haus eine Kleinigkeit (oder auch etwas mehr) gegessen und sich unterhalten, bevor man dann zur nächsten Familie weitergezogen ist. Am Abend des 14.6. wurde an allen Moscheen von Sonnenuntergang bis Mitternacht Raketen und Feuerwerke abgeschossen und die ganze Zeit waren die Gebetsrufe und Gesänge in der ganzen Stadt zu vernehmen. Ich habe mir das alles vom Dach unseres Hauses angeschaut, von dem aus ich einen guten Blick über Malang habe. Ich war einfach fasziniert wie die Luft vom Feuerwerk und den Gebeten vibriert hat. 

Mein persönliches Highlight in der Fastenzeit war das gemeinsame Fastenbrechen mit der muslimischen Vereinigung junger Menschen Gusdurian. Am letzten Freitag im Mai haben sich nämlich muslimische und christlichen Jugendliche zum gemeinsamen Fastenbrechen an diesemAbend in den Räumlichkeiten der GKJW Gemeinde Sukun (meiner hiesigen Gemeinde) getroffen. Im ersten offiziellen Teil des Abends wurde sich über das Fasten im Christentum und das Fasten im Islam ausgetauscht, danach haben wir dann zusammen gegessen. Gekocht wurden von Frauen aus der Gemeinde. Nachdem Essen waren wir dann gemeinsam mit den Jugendlichen zur Besichtigung in der Kirche und für einige war es das erste Mal, dass sie eine Kirche betreten haben. Ausklingen lassen haben wir den Abend indem wir dann einfach noch zusammen gesessen, uns unterhalten und die Jungs Fifa gezockt haben. Aber auch noch während dieser lockeren Unterhaltungen gab es einen regen Austausch über das muslimische und christliche Leben. Ich finde so ein freundschaftlichen Austausch und eine solche Partnerschaft zwischen Muslimen und Christen mehr als schön und wichtig, daher ist dieser Abend definitiv beispielhaft und für mich ein Highlight gewesen!

Es ist ein neues Gefühl und eine neue Perspektive hier als Christin einer Minderheit anzugehören. Ich persönlich habe noch keine negativen Erfahrungen aufgrund dieser Minderheitszugehörigkeit gemacht, allerdings entnehme ich aus den Erzählungen der anderen, dass es nicht immer ganz einfach ist. Die Bombenanschläge auf drei christliche Kirchen in Surabaya am 13.5. während der Sonntagsmorgen-Gottesdienste, haben eine Welle von Trauer, Empörung und Unsicherheit in meinem Umfeld ausgelöst. Surabaya ist die nächst größere Stadt, drei Stunden von Malang entfernt. Auf Instagram und in meinen Whatsapp-Gruppen kursierten tagelang Gerüchte über angebliche, geplante Bombenanschläge in Malang, die sich alle als unwahr herausgestellt haben. Direkte Reaktion der Regierung war, dass Militär und Polizei wohl zu allen Kirchen in Ost-Java geschickt worden sind um Präsenz zu zeigen und diese zu bewachen und auch die Wochen danach, bis heute, herrscht an den Kirchen eine höhere Polizeipräsenz als zuvor. Auch wenn es schockierend war, dass diese Anschläge nun in unmittelbaren Nähe passiert sind, fühle ich mich jetzt nicht unsicherer hier, auch wenn ich oft gefragt wurde und werde, wie ich mich angesichts der Anschläge fühle. In Gesprächen mit Muslimen, war es den Leuten immer wichtig zu betonen, dass man radikal islamistische Organisationen und deren Verbrechen nicht mit dem muslimischen Glauben und der friedlichen Religion in eine Schublade stecken darf (was ich sofort unterschreibe). Sie haben sich teilweise regelrecht für die Anschläge entschuldigt. Auch wurde ich einige Male gefragt, wie die Anschläge von den christlichen Gemeinden in Malang aufgenommen worden und wie die Stimmung und der Umgang damit nun sei. Die Anteilnahme an den Anschlägenin Surabaya war/ist also von christlicher, als auch von muslimischer Seite sehr groß.

& Apa lagi? Was noch?

Mit dem Ende des Ramadans war nicht nur das Fasten vorbei, sondern auch das Schuljahr hier in Indonesien. Ab Ende April haben eigentlich hauptsächlich Prüfungen den Schulalltag bestimmt. Zuerst kamen die Abschlussprüfungen der sechsten Klasse; von Mathe bis zum Kochen. Durch diese Prüfungen haben die Schüler der sechsten Klasse die Grundschule absolviert und können nun nach den Ferien auf eine weiterführende Schule gehen. Nach den Abschlussprüfungen der sechsten Klasse folgten dann die Versetzungsprüfungen der ersten bis fünften Klasse. An den Prüfungstagen und nachdem alle Prüfungen geschrieben worden waren, gab es keinen normalen Unterricht mehr. Die letzte Woche vor den Ferien ging es für die Schüler*inne demnach nur noch darum anwesend zu sein. Die Kinder haben dann gespielt oder gefegt, während die Lehrerinnen die Zeugnisse und Berichte fertig gestellt haben. Am 9. Juni wurden die Kinder dann endgültig in die Ferien entlassen und ich werde die Kids erst am 16. Juli wieder.

Gefegt und die Schule aufgeräumt habe ich übrigens auch, sowohl mit den Kindern, als auch am letzten Mai Wochenende mit einigen der Jugendlichen der GKJW Gemeinde Sukun. An diesem Wochenende haben die Jugendlichen meiner Gemeinde nämlich eine Aufräumaktion an der Schule gestartet. Wir haben den Sportplatz von Rasen und Unkraut befreit, Rasen gemäht, gefegt und gewischt. Darüber hinaus wurde ein neuer Unterstand für die Mofas gebaut und die Schlösser an den Tür ausgetauscht, so dass man nun wieder jedes Klassenzimmer und die Büros abschließen kann. 

Ein besonderer Tag war dann der erste Dienstag der Ferien (12.Juni). Die Schulleitung und die Lehrerinnen hatten sich sehr spontan am letzten Schultag überlegt, dass Schuljahr mit einem Strandausflug zu beenden. Vor allem war dieser Ausflug für die sechste Klasse zur Feier ihres Abschlusses gedacht, allerdings sind nur zwei (der fünf) Sechstklässler am Dienstag dann auch tatsächlich mitgekommen. Insgesamt waren wir eine kleine Gruppe von sechs Schülern, zwei Müttern, zwei Lehrerinnen, der Schulleiterin und mir, die sich dann in einem Kleinbus auf den Weg in den Süden zu Malangs Stränden gemacht hat. Es war wirklich ein unbeschreiblich schöner Tag. Ein Mädchen aus der dritten Klasse erzählte mir, sie sei noch nie am Strand gewesen und ihre Freude war einfach super ansteckend, nicht dass ich mich so nicht auf den Ausflug gefreut hätte, aber mit den Kindern war es einfach nochmal doppelt schön! Das Mädchen hat schon die zweistündige Fahrt zum Strand total gefeiert. Immer wieder hat sie begeistert aus dem Fenster gezeigt und wir haben zusammen die schöne Landschaft bestaunt. Außerdem hat sie, auf ihrem Sitz kniend, bei jeder Kurve, jedem Hügel und jedem Schlagloch gejauchzt als säße sie in einer Achterbahn. (Was ich gut verstehen konnte, denn mich hat die Fahrt tatsächlich an eine Achterbahnfahrt erinnert und mir war danach ein wenig flau im Magen). Im Süden angekommen, waren wir dann zu erst am Bootshafen und auf dem Fischmarkt in Sendang Biru. Meine Drittklässlerin zog mich quasi aus dem Bus und ließ den ganzen Tag über meine Hand höchst selten los. Zusammen haben wir uns die bunten Boote und den großen Fischmarkt angesehen, auf dem wir unter anderem fette Tunfische bestaunt haben. 

Anfang April war ich schon einmal in Sendang Biru, damals erklärte man mir, dass man dabei sei den Hafen und Fischmarkt zu einem internationalen Hafen auszubauen und ich fand schon erstaunlich wie viel ausgebauter der Fischmarkt schon alleine nach zwei Monaten war. 

Für uns ging es nach einer Stunde Aufenthalt dann zu unserem tatsächlichen Ziel, dem Strand. Aus dem Bus heraus sind die Kinder direkt in voller Montur (Bikini ect. ist hier aufgrund der Freizügigkeit ein absolutes No-Go) ins flache Wasser gerannt. Die nächsten Stunden waren wir dann mit schwimmen, planschen und Muscheln sammeln beschäftigt. Die Kinder haben vor allem immer wieder nach Einsiedlerkrebsen Ausschau gehalten und während ich sie zunächst davon überzeugen konnte gefundene Exemplare wieder zurück ins Wasser zu legen, scheiterte mein Erziehungsversuch, als die Schulleitung mit einer leeren Dose kam, diese mit Wasser füllte und selbst anfing Einsiedlerkrebse zu sammeln. Die Krebse sollten angemalt und dann am Straßenrand verkauft werden und meine Argumentation dagegen haben alle mit einem Lachen abgetan. Am Ende des Tages waren alle ziemlich erschöpft, aber mehr als glücklich und als wir am späten Nachmittag dann zurückfuhren dauerte es keine zehn Minuten bis ich links und rechts einschlafendes Kind an meiner Schulter lehnen hatte.

Aber nicht, dass Ihr jetzt auf den Gedanken kommt, während der Ferien sähe jeder Tag bei mir so aus. Natürlich habe ich jetzt nicht einen Monat lang frei. Am darauffolgenden Tag hatte ich meinen ersten Arbeitstag im Krankenhaus Rumah sakit Ibu Anak Mardi Waleoja Kaumann. Dies ist ein kleines, christliches Krankenhaus im Zentrum von Malang für Frauen und Kinder. Dort arbeite ich nun während der Ferien jeden Tag und wahrscheinlich auch nach den Ferien weiterhin einmal pro Woche. Ich helfe in der Poliklinik, d.h. wenn es etwas zu helfen gibt, denn meistens ist das Wartezimmer ziemlich leer. Meine Gastmutter freute sich darüber und sagte, das bedeute, dass die Leute in Indonesien sehr gesund sind. Daran habe ich allerdings so meine Zweifel, es ist halt ein kleines, christliches Krankenhaus und in Malang gibt es mehrere, viel größere Krankenhäuser. Bei einer Arbeitszeit von 7 Uhr bis 13 Uhr haben wir im Durchschnitt um die vier Patienten. Die ersten Tage habe ich dann bei der Aufnahme der Patienten geholfen, habe Fieber gemessen und die Patienten gewogen oder anschließend geholfen Medikamente abzupacken. Da allerdings in derPoliklinik noch drei bis vier weiter Krankenschwestern arbeiten, die dafür zuständig sind und ansonsten auch kaum etwas zu tun haben, bin ich dazu übergegangen mich mit den Kindern der Krankenschwestern und mit wartenden Kindern zu beschäftigen. Drei der Krankenschwestern müssen nämlich ihre Kinder während der Ferien mit zur Arbeit nehmen, damit diese nicht alleine zu Hause sind. Mit ihnen spiele ich dann UNO oder was den Kids noch so einfällt.

In den nächsten Tagen werde ich trotzdem fragen, ob ich mir auch nochmal andere Stationen anschauen darf, mich würde zum Beispiel die Baby-Station interessieren und ich würde gerne mal den OP-Saal sehen. Außerdem werde ich in zwei Wochen meine Mitfreiwillige in West-Papua besuchen und dann fängt auch schon die Schule wieder an. 

Für die letzten Woche bis zu meiner Ausreise möchte ich auf jeden Fall noch soviel Zeit wie möglich mit meinen Freunden und den Kinder verbringen und würde auch gerne noch ein paar Wochenende Ausflüge in und rund um Malang machen.

Tja, nun ist das hier schon mein letzter Rundbrief, den ich euch aus Indonesien sende. Aber sicherlich werde ich noch mindestens einen Blogeintrag schreiben und es lohnt sich auch mal die Blogs meiner Mitfreiwilligen zu lesen.

Wie immer geht ein dickes Dankeschön an Euch raus!

Viele Grüße und Hati-Hati,

Annika :)

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